Föderales Informationsmanagement (FIM)

Das Projekt "Föderales Informationsmanagement (FIM)" hat das Ziel, auf fachlich-redaktioneller und organisatorischer Ebene eine nachhaltige Infrastruktur zu schaffen, die Informationen zu Verwaltungsverfahren (Leistungsbeschreibungen, Formular- und Prozessinformationen) umfasst. In Kooperation mit den Vorhaben LeiKa (Leistungskatalog der öffentlichen Verwaltung; einheitliches Verzeichnis der Verwaltungsleistungen über alle Verwaltungsebenen hinweg) und Bundesredaktion entsteht innerhalb der öffentlichen Verwaltung eine gemeinsame Infrastruktur, um den redaktionellen Aufwand in der Beschreibung von Informationen zu Verwaltungsverfahren bei höherer Qualität zu senken.

Die FIM-Idee

Die FIM-Methodik dient dazu, leicht verständliche Bürgerinformationen,
einheitliche Datenstrukturen für
Formulare und standardisierte Prozessvorgaben für den
Verwaltungsvollzug bereitzustellen.
Auf Bundesebene wendet die Bundesredaktion die FIMMethodik
an, um sogenannte Stamminformationen auf
Basis der bundesrechtlichen Ausgestaltung eines Verwaltungsverfahrens
zur Verfügung zu stellen. Diese Informationen
können in den Landesredaktionen genutzt
und ggf. angepasst werden. Auf kommunaler Ebene kann
dann eine weitere Anpassung erfolgen.

Der FIM-Informationsfluss

FIM-Informationsfluss

Ziel ist es, den Übersetzungs- und Implementierungsaufwand
rechtlicher Vorgaben zu senken. Länder und
Kommunen sollen - bezogen auf die redaktionelle und
organisatorische Umsetzung eines Verwaltungsverfahrens
- nicht mehr für sich alleine agieren müssen, sondern
auf qualitätsgesicherte Vorarbeiten der nächsthöheren
Verwaltungsebene zurückgreifen können. So wird
ein effizientes und effektives Verwaltungshandeln beim
Vollzug von Bundesgesetzen gefördert.

FIM stellt dafür die Methodik, Stammdaten, Baukästen
und notwendigen zentralen Systeme bereit.

Die FIM-Bausteine

FIM besteht aus drei Bausteinen:

Leistungen, wesentliche Informationen zu einer
Leistung der öffentlichen Verwaltung für Bürger*
innen und Unternehmen (Bund liefert die
[Stamm-] Informationen zu den Leistungen1),

Formulare, in der Regel Auslöser für eine
Leistungserstellung (Bund liefert die
Beschreibung von notwendigen Datenfeldern
für Formulare1),

Prozesse, Beschreibung bzw. Visualisierung der
Abläufe zur Leistungserbringung (Bund liefert
die Stammprozesse des Gesetzesvollzugs1)

1 zu Bundesgesetzen

Die FIM-Bausteine werden jeweils durch einen Katalog
repräsentiert, welcher Leistungen, Formulare und Prozesse
erfasst, miteinander verknüpft, ihre Benennungen
harmonisiert und ihnen eine bundesweit eindeutige
Identifikation zuordnet. Zentrale Werkzeuge sind entsprechende
Baukästen. Diese enthalten jeweils qualitätsgesicherte,
wiederverwendbare Elemente zur Erstellung
der Stamminformationen wie Beschreibungsmodule für
Stammtexte, Felder und Feldgruppen für Stammformulare
oder Referenz-Aktivitätengruppen für Stammprozesse.

Die FIM-Bausteine im Zusammenspiel

FIM-Bausteine im Zusammenspiel

Der Nutzen von FIM

Die Anwendung der FIM-Methodik führt auf allen Verwaltungsebenen
zu positiven Effekten - von der Rechtsetzung
bis zum Vollzug eines Verwaltungsverfahrens.

Die Anwendung von Standards in der Beschreibung von
Informationen zu Verwaltungsverfahren über alle Verwaltungsebenen
hinweg sowie die Zusammenarbeit bei
Redaktionsaufgaben führen zu effizienter Arbeitsteilung
und der Nutzung von Synergiepotenzialen. Neben
der Aufwandssenkung werden durch die Anwendung
der FIM-Methodik Qualitätssteigerungen ermöglicht.
Diese lassen sich über alle drei FIM-Bausteine
nachweisen.

Effekte durch den Einsatz von Stamminformationen

Einsatz von Stamminformationen

Die FIM-Anwendung

FIM war bis 31. Dezember 2016 ein Steuerungsprojekt
des IT-Planungsrates (IT-PLR), das durch das Land Sachsen-
Anhalt und das Bundesministerium des Innern geleitet
wurde. Seit dem 1. Januar 2017 ist FIM eine Anwendung
des IT-PLR.

Die Geschäfts- und Koordinierungsstelle FIM (GK FIM)
koordiniert die Redaktionsprozesse zwischen den beteiligten
Verwaltungsebenen und agiert somit als unverzichtbarer
Intermediär zwischen dem Bund und den
Ländern. Sie bearbeitet Änderungs- und Erweiterungsbedarfe
im FIM-Redaktionsmodell und sie übernimmt in
ihrer Funktion als „Hüterin der FIM-Methodik“ die Weiterentwicklung
von FIM.
Die GK FIM stellt darüber hinaus den Betrieb der zentralen
technischen Systeme sicher. In den drei Bausteinen
werden die Kataloge gepflegt und der Ausbau und die
Pflege der Baukästen organisiert. Spezifikationen, Leitfäden
oder Schulungsunterlagen werden auch durch die
GK FIM erstellt. Schließlich übernimmt die GK FIM Planungs-
und Koordinierungsaufgaben im Kontext der
FIM-Gremienstrukturen.

Die GK FIM wird durch eine Kooperation zwischen drei
Partnern realisiert, welche sich an der fachlichen Aufteilung
der drei FIM-Bausteine orientiert: Sachsen-Anhalt
verantwortet den FIM-Baustein Leistungen sowie alle
querschnittlichen Funktionen und Systeme. Niedersachsen
betreibt den FIM-Baustein Formulare und Mecklenburg-
Vorpommern den FIM-Baustein Prozesse.

Umsetzung der GK FIM mit drei Kooperationspartnern

FIM Kooperationspartner

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Flyer CeBIT 2017

Kontakt

E-Mail: info@fim.services